Stiftsbibliothek St. Gallen

Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen

Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen

Die Stiftsbibliothek St.Gallen ist die älteste Bibliothek der Schweiz und eine der grössten und ältesten Klosterbibliotheken der Welt. Ihr ausserordentlich wertvoller Bücherbestand offenbart die Entwicklung der europäischen Kultur und dokumentiert die kulturelle Leistung des Klosters St.Gallen vom 8. Jahrhundert bis zur Aufhebung der Abtei im Jahr 1805.

Zahlreiche grundlegende Werke der europäischen Geistesgeschichte werden hier in bester Überlieferung aufbewahrt. Die Stiftsbibliothek wurde deshalb zusammen mit dem gesamten Stiftsbezirk St.Gallen 1983 von der UNESCO ins Verzeichnis des Weltkulturerbes aufgenommen. Herzstück der Sammlung ist das weitgehend autochthone Korpus karolingisch-ottonischer Handschriften aus dem 8. bis 11. Jahrhundert.

Die Stiftsbibliothek St. Gallen ist heute eine Institution des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen. Sie versteht sich als moderne wissenschaftliche Bibliothek mediävistischer Ausrichtung, zudem gehört sie zu den führenden Museen der Schweiz: Jährlich besuchen gegen 100’000 Gäste die Ausstellung im Barocksaal.

Der reich bewegte, festlich gezierte, in seinen Massen edel ausgewogene Büchersaal der Stiftsbibliothek ST. Gallen wird als der schönste nicht-kirchliche Barockraum der Schweiz und als einer der formvollendetsten Bibliotheksbauten der Welt gepriesen. Er wurde zwischen 1758 und 1767 unter Fürstabt Cölestin Gugger von Staudach, dem auch die fast gleichzeitig entstandene Stiftskirche (seit 1823 Kathedrale) zu verdanken ist, erbaut und kunstvoll ausgestattet.

Die Deckengemälde stellen die vier ersten ökumenischen Konzilien (allgemeinen Kirchenversammlungen) dar: Nicäa (325), Konstantinopel (381), Ephesus (431), Chalkedon (451). Die Gestalten in den seitlichen Stichkappen versinnbildlichen die Kirchenväter; die kleinen Grisaille-Malereien dokumentieren Sparten klösterlicher Wissenschaftspflege.

Die Bildnisse der um den Neubau verdienten Äbte Cölestin Gugger (1740-1767) und Beda Angehrn (1767-1796) zieren die Schmalseiten des Bibliothekssaals. Die griechische Inschrift über dem Eingangsportal lautet ??XH? IATPEION, zu deutsch „Seelen-Apotheke“ oder „Heilstätte für die Seele“.

Als Baumeister der Stiftsbibliothek St. Gallen wirkten die in Konstanz lebenden Vater und Sohn Peter Thumb aus Bezau in Vorarlberg. Die Stukkaturen schufen die Brüder Johann Georg und Matthias Gigl aus Wessobrunn, die Deckengemälde führte Josef Wannenmacher aus Tomerdingen (Württemberg) aus, und für die kunstvollen Holzarbeiten zeichnete Klosterbruder Gabriel Loser aus Wasserburg bei Lindau mit seiner Werkstatt verantwortlich.

Homepage

Tags: Stiftsbibliothek St. Gallen Informationen, Stiftsbibliothek St. Gallen Erfahrungen, Stiftsbibliothek St. Gallen Reisebericht, Stiftsbibliothek St. Gallen Urlaubsbericht, Stiftsbibliothek St. Gallen Bewertungen, Stiftsbibliothek St. Gallen Tipp, Stiftsbibliothek St. Gallen Geheimtipp
>